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Ernährung bei Magen- und Darmerkrankungen

Von der vollwertigen Mischkost und der leichten Vollkost

Ernährung Gibt es Nahrungsmittel, die krank machen? Welche Nährstoffe machen uns dann wieder gesund? Ist alles, dass uns schmeckt ungesund und alles, das uns nicht mundet empfehlenswert? Wieso verschwinden die Vitamine beim Kochen? Ist Krebs die Folge einer falschen Ernährung?

Diese und unzählige weitere Fragen prasseln auf behandelnde Ärzte und Diätberater tagtäglich ein. Dutzende bunte Journale widmen zahllose Seiten diesem Thema und selbst im Fernsehen werden unsere Ernährungsgewohnheiten ständig in Talkshows diskutiert. Widersprüchliche Empfehlungen werden dabei abgegeben und angepriesen.

Selbst in Medizinerkreisen wurden Diäten empfohlen, die unter der Bezeichnung "Schonkost" subsummiert wurden. Heute weiß man, dass die früher verordneten Schonkostformen nur wenig zum Abheilen einer Magen- oder Darmerkrankung beitrugen. Oft wurde sogar durch die einseitige Ernährung der Krankheitsverlauf prolongiert, da dem Speiseplan lebensnotwendige Nährstoffe nicht in ausreichender Menge zugeführt wurden.

Unter dem vagen Begriff der "gesunden Ernährung" wird eine vollwertige Mischkost verstanden (siehe Ernährungskreis), die sich von der leichten Vollkost in erster Linie dadurch unterscheidet, dass Lebensmittel, die erfahrungsmäßig häufig Unverträglichkeiten (wie Magenschmerzen, Übelkeit, Sodbrennen, Völlegefühl, Blähungen) auslösen, weggelassen werden.

Da diese Unverträglichkeiten individuell äußerst unterschiedlich sind, muss jeder ein wenig selbst herausfinden, was ihm bekommt oder nicht. Dabei finden sich auch oft durchaus vitaminreiche und empfehlenswerte Nahrungsmittel in der Liste der Unverträglichkeiten. Zumeist werden kleine Mengen dieser "schwer verdaulichen" Lebensmittel sehr gut vertragen, sodass sie diese nicht strikt von ihrem Speiseplan streichen müssen. Auch die unterschiedliche Zubereitung der Lebensmittel kann zu einer Unverträglichkeit beitragen. Eher günstig ist eine schonende Zubereitung wie zum Beispiel das Dünsten, Garen in einer Folie, im Römertopf, im Wok oder im Mikrowellenherd. Vorsicht ist geboten bei frittierten und panierten Speisen und bei Gerichten mit fetten Saucen, Marinaden oder Dressings.

Eine Parade der Unverträglichkeiten bei Magen Darm Erkrankungen in absteigender Reihen:

  • Hülsenfrüchte
  • Gurkensalat
  • Frittierte Speisen
  • Weißkraut
  • Kohlensäurehältige Getränke
  • Fette Speisen
  • Paprikagemüse
  • Sauerkraut
  • Blaukraut
  • Süße und fette Backwaren
  • Zwiebeln
  • Pommes frites
  • Frisches Brot
  • Krautsalat
  • Mayonnaise
  • Kartoffelsalat
  • Geräuchertes
  • Stark gewürzte Speisen
  • Sehr heiße oder sehr kalte Speisen

    Da es in der leichten Vollkost keine Verbote gibt, kann man prinzipiell essen, was einem schmeckt und bekommt. Wichtig dabei ist jedoch, den Speiseplan so vielfältig wie nur möglich zu gestalten. Dies garantiert die ausreichende Zufuhr aller wichtigen Mineralstoffe und Spurenelementen. Die Auswahl ist gigantisch, vermeiden Sie ständig das Gleiche zu essen, nur weil Sie Angst vor etwaigen Beschwerden haben. Günstig erweist sich auch das Führen eines Ernährungsprotokolls. Notieren Sie dabei die Uhrzeit, Menge und Zubereitungsart der Nahrungsmittel. So können Sie im Lauf der Zeit individuelle Unverträglichkeiten herausfiltern.

    Guten Appetit!

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