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Schmerz lass nach

  • Tumorschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Migräne
  • Neuropathien und Neuralgien




    Tumorschmerzen

    Faktoren wie Angst oder Depression können die Schmerzempfindung des Tumorpatienten erhöhen. Der Schmerzbehandlung innerhalb der Tumorbehandlung kommt im Sinn palliativer Hilfe für den Patienten zur Symptomkontrolle und Erhöhung der Lebensqualität eine hohe Bedeutung zu. Es ist daher notwendig die Schmerzbehandlung in die onkologische Gesamtbehandlung miteinzubeziehen.

    Behandlung

    Die Wahl der passenden Schmerzbehandlung ist von der Stärke der Schmerzen abhängig. Tumorpatienten können sowohl unter nozizeptiven als auch neuropathischen Schmerzen leiden. Leichte und mäßige Schmerzen können zuerst mit peripher wirksamen Medikamenten, wie nichtsteroidalen Antinflammatorika behandelt werden. Wenn das nicht ausreicht können zentral wirksame Schmerzmittel, wie eben Opioide, verwendet werden.

    Knochenmetastasen können Radiotherapie und/oder die Gabe von Biphosphonaten notwendig machen. Bei Patienten mit Depressionen und Angstzuständen können zusätzlich Antidepressiva oder Anxiolytika verabreicht werden. Bei der Gabe der Antidepressiva ist zu beachten, dass sie neben der Behandlung der Depression auch eine schmerzdämpfende Wirkung haben. Zusätzlich können ausgewählte alternative Methoden Erleichterung bringen.


    Rückenschmerzen

    Statistisch gesehen leidet jeder 40jährige zumindest einmal an Rückenschmerzen. Mehr als 7 Millionen Krankenstandstage im Jahr 1997 in Österreich waren auf Schmerzen des Bewegungs- und Stützapparates zurückzuführen. Diese stellen auch einen der Hauptgründe für Frührenten dar.

    Die Ursachen von Rückenschmerzen:

  • Schädigungen am Bewegungsapparat (Bänder, Gelenke, Bandscheiben und Muskeln)
  • Degenerative Knochenveränderungen (z.B. Osteochondrose, Facettengelenksathrose etc.)
  • Magen-Darm-, Nieren-, gynäkologische Erkrankungen (übertragener Schmerz)
  • Mechanische Schädigungen (z.B. Bandscheibenvorfälle, Spondilolysthese)
  • Funktionsstörungen der Iliosakralgelenke
  • Verhärtungen der Rückenmuskulatur
  • Erworben (z.B. Skoliose, Rundrücken)
  • Metabolisch (z.B. Osteoporose)
  • Paraneoplastisch
  • Traumatisch
  • Angeboren (z.B. Morbus Bechterew, etc.)

    Behandlung

    Man kann zwischen der Behandlung von akuten und chronischen Rückenschmerz unterscheiden.

    Akuter Rückenschmerz:

    Medikamentöse Therapie

    Nichtsteroidale Anthirheumatika (z.B. Xefo)
    Und/oder Opioide
    Muskelrelaxantien
    Lokale Infiltration der betroffenen Strukturen (Bänder, Gelenke, Muskeln)

    Manualtherapie Ruhigstellung Kryotherapie

    Chronischer Rückenschmerz:

    Wie oben, zusätzlich:

    Rückenschule, Muskelaufbautraining
    Akupunktur, Physiotherapie, TENS
    Bewältigungsstrategien


    Migräne

    Ungefähr 15% der Bevölkerung leidet an Migräne. Aus Angaben zu Häufigkeit der Migräneattacken, Dauer und Häufigkeit von Einzelattacken zeigt sich, dass ein Drittel aller Migräneanfälle besonders beeinträchtigend für Leben und Arbeit sind. Migräneanfälle treten gehäuft zwischen Pubertät und dem 50sten Lebensjahr auf. Frauen sind dreimal häufiger betroffen wie Männer.

    Man unterscheidet vier Phasen bei einem Migräneanfall:

    Prodromalphase - kann Stunden bis Tage vor der Attacke auftreten. Unterschiedlichste Symptome können wahrgenommen werden (Abgeschlagenheit, Reizbarkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Heißhunger, erschwerte Sprache, Ödeme, gehobene oder gedrückte Stimmung).

    Aura - entwickelt sich in wenigen Minuten und kann zwischen 15 bis 20 Minuten andauern. Sie ist die Folge einer Funktionsstörung in bestimmten Gehirnabschnitten. Die häufigsten Symptome sind Flimmern vor den Augen und andere Lichterscheinungen, Sehstörungen, Gefühlsstörungen und Sprachstörungen.

    Migränekopfschmerz - tritt in der Regel einseitig auf, kann sich aber auf die zweite Kopfhälfte ausdehnen. Hervorzuheben ist der pochende, klopfende bzw. pulsierende Charakter. Begleiterscheinungen können Übelkeit, Erbrechen, Licht -und Lärmüberempfindlichkeit sein.

    Postdromalphase - Müdigkeit, Abgeschlagenheit, depressive Verstimmung und verminderte Belastbarkeit können diese Phase charakterisieren.

    Behandlung der Migräne

    Akuttherapie - die Behandlung der einzelnen Attacke:

    Reizabschirmung (z.B. Rückzug in ein dunkles Zimmer, schlafen, kalte Umschläge, eventuell Tee oder Kaffee)
    Nichtsteriodale Antirheumatika
    Ergotamine
    Selektive Migränemittel

    Intervalltherapie

    Man unterscheidet zwischen Kurzzeit -und Langzeitprophylaxe. Die Maßnahmen der Langzeittherapie sind nichtmedikamentöser und medikamentöser Art. Zur nichtmedikamentösen Prophylaxe gehört das Aufspüren und Verhindern von Auslösern, Ausdauertraining, Entspannungstraining, Verhaltenstherapie und psychotherapeutische Maßnahmen.


    Neuropathien und Neuralgien

    Schmerzen können durch auch durch pathologische Veränderungen, die die Nervenzellen selbst betreffen, verursacht werden. Man unterscheidet Neuropathien und Neuralgien.

    Neuropathie

    Mononeuropathien betreffen einen einzelnen peripheren Nerv. Polineuropathien betreffen eine größere Zahl peripherer Nerven und sind häufiger als Mononeuropathien.

    Es existiert eine Anzahl verschiedenster Neuropathien, deren Ursache oft unbekannt ist. Es gibt allerdings Neuropathien aufgrund vorliegender Erkrankungen, wie z.B. Diabetes (Neuropathia diabetica) oder chronischem Nierenversagen.

    Neuralgie

    Ein Nervenschmerz, der anfallsartig oder wellenförmig bestimmte Nerven, Plexus oder Anteile davon betrifft. Häufig tritt eine Neuralgie z.B. bei einer Herpes Zoster Erkrankung auf. Unglücklicherweise gibt es nur wenige effektive Behandlungsmethoden bei Neuropathien oder Neuralgien.

    Behandlung

    Bei Mononeuropathien haben sich Behandlungen mit TENS manchmal als hilfreich erwiesen. Manchmal können sich topisch angewendete Lokalanästhetika, aber auch nichtsteroidale Antiinflammatorika hilfreich sein.
    Für Patienten mit einer Polineuropathie ist oftmals ein Stufenschema zur Schmerzbehandlung angebracht.

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