Medizinische Fachausdrücke werden unter Service im Online Wörterbuch erklärt.
 
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Therapie

Therapie Primäres Ziel ist die Beschwerdefreiheit des Patienten. Dies wird im ersten Schritt durch eine komplette Säureblockade zumeist erreicht. Die sogenannten Protonenpumpeninhibotoren (kurz PPI´s genannt, z.B.: Agopton, Zurcal, Pantoloc, Pariet oder Losec) bewirken eine Blockade der Wasserstoff-Kalium Pumpe an der Magenschleimhautzellmembran.

Dadurch kann eine nahezu totale Blockade der HCl-Sekretion erreicht werden. Der pH-Wert im Magen und in der Speiseröhre steigt auf

 
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Werte über 4, wodurch ein Abheilen der entzündlichen Veränderungen möglich ist. Wegen der unterschiedlichen Aufnahme des Wirkstoffes muss auf den Wirkungseintritt bis zu 48 Stunden gewartet werden. Eine einmalige Gabe pro Tag ist zumeist ausreichend, wobei akute Beschwerden mit einer hohen Dosierung behandelt werden sollten. Rasch aber oft nicht ausreichend wirken die sogenannten Filmbildner (z.B. Ulcogant). Diese überziehen die entzündlichen Läsionen und bewirken einen gewissen Schutz gegenüber der Magensäure. Diese Medikamente liegen als Tabletten, Brausepulver und Suspensionen vor und machen eine viermalige Gabe pro Tag erforderlich.

Da es sich dabei um keine ursächliche Therapie handelt, kommt es nach Absetzen der Medikamente oft rasch zu neuerlichen Beschwerden, in 20 % sogar zu einer weiteren Verschlechterung. Hier stellt sich, vor allem bei jüngeren Patienten, die Indikation zu einer kausalen Therapie.

Neue Operationstechniken

Durch die neuen Techniken kann die Operation mit minimal invasiven Methoden durchgeführt werden. Bei der Operation wird zunächst der Magen in den Bauchraum zurückverlagert und das Zwerchfell mit wenigen Nähten eingeengt. Anschließend wird mit dem obersten Magenanteil eine Manschette um die Speiseröhre gelegt, die den Reflux verhindert. Dabei unterscheidet man zwischen der Fundoplicatio nach Nissen (komplette Manschette) und dem Verfahren nach Toupet (3/4 Manschette, je nach Funktion der Speiseröhrenmotorik). Da kein großer Bauchschnitt notwendig ist, sind die Patienten rasch wieder mobil und können zumeist am 3. postoperativen Tag wieder entlassen werden.

Es handelt sich bei diesem Eingriff um eine einfache und risikoarme Operation. Sehr seltene, aber mögliche Komplikationen betreffen des Anlegen des Pneumoperitoneums (die Luftinsufflation in den Bauch), Blutungen im Operationsgebiet oder Verletzungen von Speiseröhre oder Milz. Vorübergehend kommt es zu Schluckbeschwerden und auch ein Rülpsen ist nach der Operation nicht mehr möglich. Aufgeklärt werden muss der Patient auch über eine weitreichende postoperative Schonung zur Entlastung der Zwerchfellnaht.

Gibt es Alternativen?

Alternativen zu diesen Verfahren werden derzeit in mehreren Studien untersucht. Hierzu zählen vor allem die endoskopischen Techniken, bei denen ein inertes Material in den unteren Ösophagusmuskel injiziert wird, um den Druck dort lokal zu erhöhen. Dr. Swain hat eine Nähmaschine entworfen, die endoskopisch eingesetzt wird und eine Naht der Speiseröhre ohne Eröffnung des Bauchraumes ermöglicht. Der Eingriff ist ambulant durchführbar und dauert eine halbe Stunde. Leider haben sich die guten Resultate von Dr. Swain bisher nicht entsprechend reproduzieren lassen.

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